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AMIDA
aus dem bayrischen Rosenheim kann man nicht so einfach in eine Schublade
stecken. Die fünf Songs dieses außergewöhnlich guten Demos (das
leider ohne Cover auskommen muss) demonstrieren dass sich die Jungs in
einigen Stil-Gefilden wohlfühlen und sich nicht festnageln lassen
wollen! Daher fiel es mir auch ziemlich schwer den Sound der Band als
Alternative Metal zu bezeichnen, doch ich denke dass dies eine ziemlich
gute Umschreibung ist. Der erste Song „Velvet Mascara“ fand bereits
auf dem ´Unerhört 10 - Sampler´ des ´Rock Hard-Magazins Verwendung
und kann durchaus aus repräsentatives Beispiel des Songwriter-Talents
von AMIDA herangezogen werden. Die ausdrucksstarke Stimme von Sänger
und Gitarrist Mario Tabula erinnert mich in ruhigeren Momenten nicht
selten an den großen Eddie Vedder (PEARL JAM) oder Chriss Cornell (ex-SOUNDGARDEN).
Alle Songs können einen guten, eingängigen Refrain vorweisen - lassen
jedoch auch nie eine gesunde Portion Power vermissen. Nicht selten stößt
man sogar in MACHINE HEAD-Härtegrade vor! Jedoch wird keineswegs die
Variabilität und das songdienliche Spiel außer Acht gelassen. Auch
einzeln vorhanden Anleihen meiner Rock-Faves CREED sind nicht von der
Hand zu weisen, welche die Burschen jedoch geschickt mit den bereits
oben genannten Einflüssen zu einem relativ eigenständigen Stil verknüpfen.
AMIDA
sind ein ganz heißes Eisen für alle Alternativ, Nu-Metal Fans oder
Musik-Freaks die mal wieder etwas total frisches hören wollen. Schon
sehr stark! (Pit Schneider, Feb. 2002)
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