Das Band-Portrait:
KING SAVAGE
Webseite: facebook.com/kingsavagerock
Neben KING SAVAGE standen der Headliner Boys In The Attic (Aerosmith Tribute) und der Anheizer - die Hard´n Heavy-Covertruppe Varied Bunch - auf der Bühne. Unser Pit hat das Quintett mal etwas näher unter die Lupe genommen... "Full Speed Ahead Rock 'N' Roll" (auf Deutsch: Vollgas-voraus-Rock ’n’ Roll) lautet hierbei das Motto von KING SAVAGE. Der „wilde König‘“ wurde im Jahr 2015 gegründet und ging aus der der Gruppe Lucky Twist hervor. Die Musiker wollten damit etwas Lebendiges, klassisches und vor allem spaßiges erschaffen und der "wilde König" stellt nun in der Tat eine Verkörperung der Rockmusik alter Schule dar. Die fünfköpfige Formation bringt mit viel Energie und geradlinigem Sound die guten alten Zeiten zurück, als Rockmusik noch eine echte Lebenseinstellung war und als Rebellion gegen das Establishment galt. „Wir sind ein paar Jahrzehnte zu spät geboren“, erzählten die Musiker unisono unserem Magazin und genau das macht den Klang der Gruppe so authentisch. Schon das über Rock It Up Records veröffentlichte Debütalbum 'Full Speed Ahead' (2015) mit kraftvollen, schnellen, melodischen und mitreißenden Songs traf bei den Genre-Fans und der Fachpresse auf gute Resonanz. Die EP 'Thrill Me' folgte 2018, doch schlagartig bekannt wurde King Savage als Vorgruppe für die Southern-Rock-Legende Molly Hatchet, die sie im gleichen Jahr auf deren umfangreicher 40-Jahre-Jubiläumstour durch Europa begleiteten und somit neue Fans gewinnen konnten. Der Longplayer 'Bullets For Breakfast' wurde 2019 abermals via besagtem Label veröffentlicht und im gleichen Jahr wurde eine weitere gemeinsame und erfolgreiche Deutschland- und Schweiz-Tournee mit Molly Hatchet absolviert. Diese Auftritte, respektive die entsprechenden Konzertberichte, zeigten eindrucksvoll, wie gut der direkte, partytaugliche Sound der Karlsruher in die internationale Rockmusik-Tradition reinpasst. Die aktuelle Veröffentlichung heißt 'Midnight' und ist eine 5-Song-EP, die am 5. Oktober vorigen Jahres in Eigenproduktion im digitalen Format auf den bekannten Plattformen erschien und die Band abermals in starker Form präsentiert, wie sich der Schreiber dieser Zeilen selbst überzeugen konnte.
Stegner macht sein weiteres Engagement bei KING SAVAGE davon abhängig, dass er sich unter Konzertbedingungen an einem ihm weniger bekannten Instrument wie der Bassgitarre wohlfühlt. "Der Osterrock in meiner Heimatstadt wird sozusagen die Feuertaufe hierfür sein. Ich persönlich bin leicht nervös, aber generell stehen wir alle schon voller Vorfreude in den Startlöchern. Wir können es kaum abwarten, die Vorfreude ist riesig und die Vorbereitungen sowie Proben laufen auf Hochtouren. Wir sind sehr gespannt wie Pirmasens unseren Sound annimmt und ich freue ich mich natürlich darüber, alte Freunde und Bekannte wiederzusehen. Einst hat mir der Boys In Thee Attic-Gitarrist Marko Burkhardt im Pirmasenser Jugendhaus das Gitarrenspielern beigebracht", erläutert Stegner diese Magazin. bevor er noch folgende Konzert-Ansage hinzufügte: "Freut euch auf eine fette Ladung Savage Rock, denn wir geben 110 Prozent auf der Bühne. Vielleicht entdeckt der eine oder andere dabei sogar ein paar bekannte Elemente!" Dem ließ KING SAVAGE dann auch Tagen folgen!
Gestählt durch zahlreiche Konzerte, unter anderem zwei umfangreichen Tourneen als Vorgruppe der Southern-Rock-Legende Molly Hatchet aus den USA, ging KING SAVAGE voller Tatendrang sowie mächtigem Sound der Marke Black Label Society auf die Bühne und ihr voluminöser Groove-Metal ließ bei den zahlreichen Besuchern sogleich die Hosenbeine flattern. "Auf der ersten Tour mit Molly Hatchet hatte ich arge Probleme mit der Stimme, worauf mir deren ehemaliger Sänger Phil McCormack den Tipp gab vorm Konzert einen Schluck Tabasco zu trinken", erläuterte Jaschik dieser Zeitung. "Als Ingram besagte Medizin schließlich auch mal benötigte war leider nur noch ein Schlückchen übrig und ich machte mich schnell aus dem Staub", so der Vokalist grinsend. "Natürlich war hierfür später eine Entschuldigung fällig", erläuterte der sympathische Frontmann abschließend. Tabasco benötige Jaschik in Pirmasens glücklicherweise nicht, denn sein raues Organ war vom Start weg auf Betriebstemperatur und auch die Instrumental-Kollegen gaben Vollgas. Neunzehn Songs inklusive Zugaben hatten die Karlsruher in ihr knapp 90-minütiges Programm gepackt. Neben der Bandhymne "King Savage" überzeugten insbesondere die Handvoll neuer Stücke wie der stramme Konzerteinstieg mit "Take My Hand", dessen Text sich um ein typisches Genre-Thema wie Bars, Bier, Whiskey, Beziehungsstress und Mädels dreht. Der Konzerthöhepunkt und zugleich das eindrucksvollste Stück der bereits erwähnten neuen EP ist zweifellos das mit einem leichten Volbeat-Einschlag garnierte und abwechslungsreiche "Devil Inside", dass sich thematisch um den immerwährenden innerlichen Kampf zwischen Gut und Böse dreht. Doch auch das flott-dynamische "By Myself" ging als Lehrstück für Groove Metal internationaler Güteklasse über die Ziellinie und wurde entsprechend bejubelt. Neuzugang und Lokalmatador Kevin Stegner am Bass und der hochversierte Trommler Jörg Bausbacher bildeten eine immens groovende Rhythmusfraktion, während das Gitarristen-Tandem Maximilian Lennartz/Robin Held hypnotische Riffs und einprägsame Melodien in die Halle feuerten. Fazit: Ein Pirmasens-Konzert-Debüt nach Maß!
Discografie: (Portrait: Pit Schneider; Live-Photocredits © 2026 by Pit Schneider) |