Osterrock feat. BOYS IN THE ATTIC (Aerosmith Tribute), KING SAVAGE & VARIED BUNCH

05.04.2026
Pirmasens, "MaTriX"

Band-Links:
youtube.com/@steffenccwm/search?query=boys%20in%20the%20attic
facebook.com/kingsavagerock
varied-bunch.de/

Harter Pirmasenser Osterrock in der MaTriX!

Drei spielfreudige Hard´n Heavy-Bands rockten am Ostersonntag in der gut gefüllten Pirmasenser Eventlocation MaTriX munter drauflos!
"Schwemme-Rock-Events" veranstaltet seinen traditionellen Osterrock seit der Schließung der legendären einheimischen Rockkneipe Schwemme Ende 2019 in der Partner-Location MaTriX (vormals Quasimodo). Diesmal waren VAIED BUNCH (Heavy-Rock-Covers) als Anheizer, KING SAVAGE (Heavy Groove Rock/Metal) aus Karlsruhe in der Co-Headliner-Position und die regionale All-Star-Truppe BOYS IN THE ATTIC (Aerosmith Tribute) als Hauptattraktion am Start.

"Das ist eine super Location hier und wir wurden liebenswert empfangen. Von unserer aktuellen Platte 'Midnight', die stilistisch metallischer ist als unsere früheren Stücke, spielen wir heute alle fünf Songs. Die Fans können schweißtriefenden Rock 'n' Roll erwarten", erzählte Sänger Arthur Jaschik vor dem Auftritt unserem Magazin.
Gestählt durch zahlreiche Konzerte, unter anderem zwei umfangreichen Tourneen als Vorgruppe der Southern-Rock-Legende Molly Hatchet aus den USA, ging KING SAVAGE voller Tatendrang sowie mächtigem Sound der Marke Black Label Society auf die Bühne und ihr voluminöser Groove-Metal ließ bei den zahlreichen Besuchern sogleich die Hosenbeine flattern. "Auf der ersten Tour mit Molly Hatchet hatte ich arge Probleme mit der Stimme, worauf mir deren ehemaliger Sänger Phil McCormack den Tipp gab vorm Konzert einen Schluck Tabasco zu trinken", erläuterte Jaschik dieser Zeitung. "Als Ingram besagte Medizin schließlich auch mal benötigte war leider nur noch ein Schlückchen übrig und ich machte mich schnell aus dem Staub", so der Vokalist grinsend. "Natürlich war hierfür später eine Entschuldigung fällig", erläuterte der sympathische Frontmann abschließend. Tabasco benötige Jaschik in Pirmasens glücklicherweise nicht, denn sein raues Organ war vom Start weg auf Betriebstemperatur und auch die Instrumental-Kollegen gaben Vollgas.
Neunzehn Songs inklusive Zugaben hatten die Karlsruher in ihr knapp 90-minütiges Programm gepackt. Neben der Bandhymne "King Savage" überzeugten insbesondere die Handvoll neuer Stücke wie der stramme Konzerteinstieg mit "Take My Hand", dessen Text sich um ein typisches Genre-Thema wie Bars, Bier, Whiskey, Beziehungsstress und Mädels dreht. Der Konzerthöhepunkt und zugleich das eindrucksvollste Stück der bereits erwähnten neuen EP ist zweifellos das mit einem leichten Volbeat-Einschlag garnierte und abwechslungsreiche "Devil Inside", dass sich thematisch um den immerwährenden innerlichen Kampf zwischen Gut und Böse dreht. Doch auch das flott-dynamische "By Myself" ging als Lehrstück für Groove Metal internationaler Güteklasse über die Ziellinie und wurde entsprechend bejubelt. Neuzugang und Lokalmatador Kevin Stegner am Bass und der hochversierte Trommler Jörg Bausbacher bildeten eine immens groovende Rhythmusfraktion, während das Gitarristen-Tandem Maximilian Lennartz/Robin Held hypnotische Riffs und einprägsame Melodien in die Halle feuerten.
Fazit: Ein Pirmasens-Konzert-Debüt nach Maß!

Zuvor gab die Coverband VARIED BUNCH aus der Region Südliche Weinstraße ebenfalls ihren Live-Einstand in der Schuhstadt.
Mit Ute Schröder präsentierte das Quintett eine agile und stimmgewaltige Front-Lady plus abwechslungsreichem Programm. "Seperate Ways" (Journey), "Forever Young" (Tyketto) und Alice Coopers "Poison" bildeten die Speerspitze eines Dutzend Heavy-Rock-Klassiker, deren Ohrwurm-Refrains von zahlreichen Besuchern freudig mitgesungen wurden. „Aerosmith war ein Teil unserer Jugend und mein persönlicher Einstieg in die Rockmusik.

"Die Fans können heute Abend von uns nostalgische Vibes und die größten Hits erwarten", so Sänger Pouya Nemati vorm Auftritt zu Schweres-Metall.de. Die Musiker der Aerosmith-Tribute-Band BOYS IN THE ATTIC sind aufgrund zahlreicher Bands und Projekte in unserer Region bekannt wie bunte Hunde. Die Rolle der legendären "Toxic Twins" alias Steven Tyler & Joe Perry übernehmen bei den "Dachgeschoß-Jungs" Nemati (Black Night) und Gitarrist Marko Burkhart (Three Leaves). Zudem hat man mit Manuel Bastian einen der besten Saitenzupfer der Pfalz an Bord. Achim Bißbort (Bass) und Timo Greiner (Schlagzeug) bilden zudem eine starke Rhythmusfraktion.
So überraschte es dann auch kaum jemanden das der Fünfer eine Show zelebrierte die vor Spielfreude, Agilität, Schweiß und inbrünstig-authentisch dargebotenen Interpretationen der Aerosmith-Klassiker nur so strotze. Sei es nun der unfassbar mitreißende Beginn mit "Toys In The Attic", das von Nematis exzellentem Mundharmonikaspiel getragene "Cryin", die gesangliche herausragend interpretierten weiteren Balladen "I Don´t Wanna Miss A Thing" und "Dream On" oder das von markanten Gitarrenriffs durchzogene "Walk This Way", der Auftritt von BOYS IN THE ATTIC glich einem Triumphzug und der tosende Beifall nach "Eat The Rich" wollte kein Ende nehmen!

Bericht & Photos: Pit Schneider