ERIK GRRÖNWALL, 11.05.2026
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Der 38-jährige ERIK GRÖNWALL hat mit 'Bad Bones' seine neue Solo-Platte fertiggestellt, welche den Großteil unserer Redaktion begeistert und somit zum 'Album des Monats Mai' gekürt wurde. Der schwedische Ausnahmesänger strapazierte seine Stimmbänder bereits für Hammer-Bands wie Skid Row, H.E.A.T. und die Michael Schenker Group (MSG), doch nun hat er seine eigenen Songs am Start!
Unsere Yvonne unterhielt sich mit Erik nicht nur über seine neue Platte, doch lest selbst...

Schweres-Metall (SM): Hallo Erik. Glückwunsch! Dein neues Album ‘Bad Bones' erreichte 9,5 von 10 Punkten in unserem Magazin und wurde zum "Album des Monats Mai" gewählt. Ich hoffe, das freut Dich auch wenn wir kein sehr großes Magazin sind. Es dauert noch zwei Wochen bis zum offiziellen Erscheinen weshalb die Fans das Album noch nicht hören konnten, aber wie sind denn die Reaktionen der internationalen Hard'n Heavy-Magazine bisher ausgefallen?
Erik: Vielen lieben Dank! Das bedeutet mir sehr viel. Es scheint, dass die Leute eine Verbindung zu dem Album aufbauen und das ist natürlich ein unglaubliches Gefühl.

SM: Wie fühlt es sich an die eigenen Songs zu veröffentlichen nachdem Du all die Jahre nur in Bands involviert warst?
Erik: Befreiend. Ich hatte die Ehre, Teil einiger großartiger Bands zu sein, aber dies ist das erste Mal, dass sich alles vollkommen mit meiner kreativen Identität deckt. Auf einem Soloalbum kann man sich nirgendwo verstecken … jeder Text, jede Melodie, jede Entscheidung spiegelt einen als Person wider.

SM: Die Songs auf Deinem Album sind alle unter 4 Minuten lang und die komplette Laufzeit ist nur ca. 35 Minuten, was heutzutage schon etwas ungewöhnlich ist. War dies von vorneherein Deine Absicht oder hat es sich einfach so ergeben?
Erik: Es war überhaupt nicht beabsichtigt. Ich möchte nur das Beste für die Songs erreichen und sehe keinen Sinn darin, Songs zu verlängern, wenn sie dadurch schlechter werden … und ich lasse die Leute lieber mit dem Wunsch nach mehr zurück, als etwas nur um der Laufzeit willen zu verlängern.

SM: Es gibt einige Titel mit orchestraler Unterstützung. Wie kamst Du auf die Idee ein echtes Orchester zu verwenden und wie fühlte es sich an diese "klassischen Arrangements" das erste Mal zu hören?
Erik: Es war mir sehr wichtig als wir anfingen an dem Album zu arbeiten, dass alle Instrumente echt sind. Ich wollte, dass es sehr natürlich klingt. Als ich das zum ersten Mal hörte, war es sehr bewegend. Die Songs wurden viel größer als ich es mir in meinem Kopf vorgestellt hatte.

SM: In meiner Kritik von 'Bad Bones' erwähnte ich, dass der Titel "Who's The Winner" wie ein Song von Queen klingt und auch zu einem Musical gehören könnte. Stimmst Du mir da zu?
Erik: Absolut... und das empfinde ich als großes Kompliment. Ich glaube, mein Hintergrund sowohl in der Rockmusik als auch im Musiktheater verschmilzt manchmal auf ganz natürliche Weise miteinander. "Who's The Winner" hat definitiv eine theatralische Seite, aber gleichzeitig fühlt es sich immer noch fest im Rock verwurzelt an. Ich bin mit der Musik der 1950er und 60er Jahre aufgewachsen, und ich vermute, dass man davon auch etwas in dem Song heraushören kann.

SM: Basierend auf "Who's The Winner" ging mir durch den Sinn, dass ein Rockmusical toll klingen würde, wenn du und Jona Tee (H.E.A.T.) dabei wären. Was hältst du von dieser Idee?
Erik: Das gefällt mir… vielleicht irgendwann mal ;-)

SM: Bei "Save Me" hast du mit Erik Martenson zusammengearbeitet, der als Sänger und Gitarrist von Eclipse sowie als Produzent bekannt ist. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und wie war die Zusammenarbeit mit ihm für dich?
Erik: Erik ist unglaublich talentiert. Wir kennen uns schon seit langer Zeit aus der schwedischen Rockszene, und die Zusammenarbeit fühlte sich ganz natürlich an. Er gehört zu den Menschen, die genau wissen, wie man eingängige Melodien mit Energie und Emotionen verbindet. Die Zusammenarbeit mit ihm ist immer sehr inspirierend.

SM: Momentan sind für diesen Sommer nur einige Konzerte in Schweden angekündigt. Hast du vor, auch in anderen Ländern aufzutreten? Gibt es eine Chance, dass wir dich in Deutschland sehen werden?
Erik: Auf jeden Fall! Deutschland war mir während meiner gesamten Karriere immer sehr wichtig, und wir wollen diese Songs auf jeden Fall in ganz Europa richtig bekannt machen. Also ja … hoffentlich sehen wir uns ganz bald in Deutschland.

SM: Was sind Deine Zukunftspläne? Können wir weitere Musik von dir als Solokünstler erwarten? Wirst du weiterhin Musik auf deinem YouTube-Kanal veröffentlichen?
Erik: Auf jeden Fall beides. Solo weiterzumachen ist keine einmalige Sache … das ist für mich der Beginn einer langfristigen Entwicklung. Gleichzeitig ist YouTube nach wie vor ein wichtiger Teil meines Lebens und meiner Verbindung zum Publikum, also werde ich das auch weiterhin machen.

SM: Da Du mit Philip Näslund, dem Gitarristen von Bruce Dickinson (Iron Maiden), zusammenarbeitest und mit ihm befreundet bist, hattest Du schon die Chance Bruce zu treffen?
Erik: Leider noch nicht wirklich. Aber hoffentlich eines Tages.

SM: Welche Sänger würdest Du als Deine Idole bezeichnen und wer hatte den meisten Einfluss auf Deine eigene Art zu singen?
Erik: Elvis Presley war wahrscheinlich der Allererste. Später kamen dann Leute wie Sebastian Bach, Ronnie James Dio, Sammy Hagar, Freddie Mercury, Steve Perry … Ich habe schon immer Sänger geliebt, die Kraft mit Persönlichkeit verbinden. Technisches Können ist wichtig, aber Emotionen und Individualität sind mir noch wichtiger.

Interview: Yvonne Bernhard
(Press-Photocredits © 2026 by Greenwall Entertainment/Playground Music & Christian Schneider)