BLIZZEN, 13.01.2026
Link: facebook.com/BlizzenOfficial
Das Quartett BLIZZEN aus dem hessischen Gießen hat mit 'Metalectric' zweifellos eines der besten Alben
des traditionellen Heavy Metal im Jahr 2025 abgeliefert. Dies blieb auch unserer Redaktion nicht verborgen, sprich die Platte hat hier gewaltig eingeschlagen!

Unser Pit unterhielt sich deswegen mit Gitarrist Andi Heindl, um den aktuellen Stand der Dinge im BLIZZEN-Camp zu erfahren...
Schweres-Metall (SM):
Hallo Andi, erst mal alles Gute fürs neue Jahr! Wie geht´s dir und was treibst du grade so?
Andi:
Danke, Pit! Ebenfalls noch ein frohes Neues.
Gerade habe ich meinen Urlaub beendet und bin wieder auf der Arbeit… Es war eine schöne, ruhige Zeit zwischen den Jahren und Anfang Januar,
jetzt geht es wieder voll weiter, selbstverständlich auch mit Konzertplanung, um unser neues Album bestmöglich live zu promoten im Laufe des Jahres.
SM:
Euer aktuelles und drittes Album 'Metalectric' ist absolut hochklassig ausgefallen und hat das Groß unser Redaktion begeistert.
Seit wann gibt’s BLIZZEN, respektive stelle deine Band, bzw. die Mitmusiker doch bitte unseren Lesern vor.
Andi:
Freut mich sehr zu hören, dass ihr alle unser neues Album so geil findet!
BLIZZEN gibt es seit 2014 und wir haben noch immer das Gleiche Line-Up wie damals, also Marvin (Gitarre), Daniel (Bass, Vocals), Gereon (Drums) und ich (Gitarre).
SM:
Ich hoffe ihr habt euch über die "Album des Monats"-Auszeichnung in unserem Magazin gefreut.
Wie zufrieden bist du selbst mit dem Longplayer und wie sind die sonstigen Presse-Reaktionen sowie das Feedback der Fans bislang ausgefallen?
Andi:
Absolut! Das freut uns Mega!
Generell sind wir sehr, sehr zufrieden mit dem neuen Album.
Wir haben dieses Mal auch eine andere Herangehensweise ausprobiert, als wir es vorher gemacht hatten.
Bislang bekommen wir nur sehr gutes Feedback von Fans und Presse, was uns natürlich freut, denn wir selbst sind auch extrem glücklich mit dem Ergebnis.
Das Album ist für uns mit Abstand das Beste, das wir bislang gemacht haben.
SM:
Wie lange habt ihr von der ersten Song-Idee bis zur Aufnahme an der Platte gearbeitet?
Andi:
Das hat leider etwas länger gedauert. Die ersten Ideen entstanden sofort nach Release unseres zweiten Albums 'World in Chains',
welches pünkltich zum Start der Corona-Pandemie erschien. Aus bekannten Gründen fielen sämtliche live-Aktivitäten für etwa zwei Jahre aus, weswegen wir Zeit hatten,
neue Songs zu schreiben. Eventuell auch wegen der Pandemie haben wir unseren Prozess etwas angepasst. Wir haben uns nicht mehr oft im Proberaum getroffen,
Ideen ausgetauscht und zusmamen gejammt, sondern jeder hat seine Ideen aufgeschrieben oder Demo-Aufnahmen gemacht und mit der Band geteilt.
Ich beseitze ein kleines Homestudio und habe dann soweit es ging alle Ideen gleich aufgenommen. So konnten wir die Songs schon hören und entsprechend ganz anders daran arbeiten,
wie nur im Proberaum, wo jeder sich noch aufs spielen konzentrieren musste. Wir haben so die Arrangements anhand der Demos ausgearbeitet, Overdubs und Dopplungs-Spuren ausgefeilt,
gerade beim Gesang und Lead-Gitarren. So konnten wir viel ausgereiftere, erwachsenere Songs entwerfen.
Wir hatten also nach einiger Zeit, die Pandemie war dann schon länger rum, ein voll vorproduziertes Album und konnten so ins Hellforge Studio gehen, und wussten exakt was wir aufnehmen.
SM:
Die Songs "Into The Abyss", "Witchhammer" und "Metal Massive Attack" gefallen mir besonders gut.
Wie stehst du zu meiner Ansicht, dass ihr am besten seid, wenn ihr das Gaspedal voll durchtretet?
Obwohl euch die Power-Ballade "From Sadness To Anger" und das abwechslungsreiche "Nightstalker" ebenfalls bemerkenswert gut gelungen ist…
Andi:
Das würde ich so nicht unbedingt sagen – im Vergleich zu den gängigen Speed-Metal-Bands, mit denen wir oft die Bühnen teilen,
sind wir doch etwas langsamer und klassischer im Heavy Metal angesiedelt. Wir haben auch einige midtempo-Nummern, die wir auch fest im Liveprogramm haben.
Ich glaube, insgesamt sind wir da gut durchgemischt was Highspeed, aber auch groovende Heavy-Nummern angeht!
SM:
Das exzellente CD-Mastering stammt von Patrick W. Engel (Jag Panzer, Sodom, Ambush, Stallion, u.a.) und das Mastering der Vinyl-Version von Andy Süss (Paradox, Axe Victims, Stormwind, u.a.).
Wieso habt ihr eigentlich verschiedene Produzenten für CD u. LP beauftragt?
Andi:
Das hat einfache Gründe; Andy Süss arbeitet mit unserem Label Diabolic Might Records fest zusammen und macht alle Vinyl-Masters für das Label.
Das gehörte sozusagen zum Deal schon dazu. Mit Patrick Engel haben wir in der Vergangenheit schon zusammengearbeitet, denn einen CD-Master brauchten wir schließlich auch noch,
was nicht in Andys „scope of work“ inkludiert war. Patrick ist hochprofessionell und liefert perfekt und sehr zeitnah. Deswegen hat er den CD- und Digitalmaster von Metalectric gemacht.
Generell möchte ich hier aber anmerken, dass ein Master eines Songs oder Albums nur noch die letzten wenigen Prozent am Klang ausmacht. Mastering bedeutet, Songs technisch einwandfrei
vom Mix zu übersetzen, dass sie auf allen Abspielmedien gut klingen.
Der Haupt-Sound eines Albums oder einer Aufnahme generell entsteht jedoch beim Recording & Mixing, ich würde sagen zu mindestens 95%.
Ungeübte Ohren können oft den Final Mix und den Master eines Albums nicht unterscheiden, technisch ist das aber notwendig. Exakt das ist das Geheimnis eines Masters.
Ich will an dieser Stelle nämlich auf jeden Fall die Credits für den unfassbar geilen Sound des Albums an Marco Brinkmann (Hellforge Studios) geben.
Er war maßgeblich dafür verantwortlich und hat unsere Vorstellungen perfekt getroffen. Er ist der beste Experte für 80s Speed/Heavy/Thrash-Sound derzeit überhaupt, meiner Meinung nach.
Seine Vita an produzierten Alben kann sich sehen lassen!
SM:
Woher kam die Idee mit dem tollen/furiosen Cover-Artwork, das im Stil der glorreichen 1980er-Dekade gestaltet wurde u. wer hat es angefertigt?
Andi:
Die Idee war grundsätzlich, dass das Cover einfach ausdrücken soll, was drin ist – 1000% Heavy Metal!
Generell waren wir inspiriert von plakativen Covern wie Trances 'Power Infusion' oder Exciters 'Heavy Metal Maniac'.
Wir haben uns nur gegen eine Fotografie entschieden. Irgendwie kamen wir auf diese Gitarren/Excalibur-Thematik.
Hauptsächlich war es Marvins Idee. Wir fanden es geil und haben es dann von Dylan Anderson (US-Zeichner) anfertigen lassen und sind absolut zufrieden. Gerade die Farbgebung drückt exakt das aus, was wir wollten.
SM:
Wie verlief eure CD-Release-Show am 14. November vorigen Jahres in eurer Heimatstadt Gießen im „Muk“ u. wie sieht´s bezüglich weiterer Konzerte aus, bzw. plant ihr in absehbarer Zeit gar eine Tournee?
Andi:
Eine perfekte Release-Party! Der laden war voll, wir mussten sogar von einem kleineren Raum in den größen umziehen – so konnten noch mehr Menschen unserer Party beiwohnen, das war super.
Wir sind derzeit hochbeschäftigt, so viele Shows wie möglich in 2026 heranzuziehen um unser Album Live on Stage bestmöglichst promoten zu können.
Nährere Infos folgen bald auf den gängigen Kanälen.
SM:
Welche Bands sind eure musikalischen Vorbilder/Idole?
Andi:
Das ist bei jedem Bandmitglied teils sehr unterschiedlich. Generell kann man sicher die großen Meister wie Judas Priest oder Iron Maiden getrost stehen lassen.
SM:
Andi, danke für deine Zeit! Letzte Worte von dir an unsere Leser bzw. die Metal-Fans?
Andi:
Danke an euch alle für den grandiosen Support!
Wir sehen uns hoffentlich Live!
Interview: Pit Schneider
(Press-Photocredit © 2026 by Diabolic Might Records)