Das Album des Monats Juli 2026

Interpret, Titel: SINNER - Boom Bang Goodbye
Medium: CD
Stil: Hard Rock/Melodic Metal
Erschienen: 31.07.2026
Label: Reigning Phoenix Music (Vertrieb: Edel)
Link: facebook.com/matsinner
Bewertung:
9 von 10

Mat Sinner gründete seine selbstbenannte Gruppe 1980, direkt im Anschluss an die Schülerband Shiva. Er war und ist jedoch auch seit Jahrzehnten in anderen erfolgreichen Bands wie vor allem Primal Fear, Voodoo Circle und Projekten der Marke Kiske/Sommerville und Rock Meets Classic aktiv. Zweifellos gehört der 62-jährige Stuttgarter Matthias Lasch, wie der Bassist & Sänger bürgerlich heißt, zu den konstantesten und prägendsten Größen der deutschen Hardrock- und Metal-Szene. 20 Studioalben (alein mit SINNER), unzählige Tourneen, der Durchbruch mit 'Touch Of Sin' (1985) und der Chart-Erfolg des 2022er-Albums 'Brotherhood' (#12 in Deutschland, 2022) markieren seine erfolgreiche Laufbahn. Die Liste der ehmaligen Mitglieder von SINNER liest sich zudem wie ein Who-Is-Who der einheimischen Hard'n Heavy-Szene!
2021 ereilte Mat Sinner durch einen Herzinfarkt, infolge dessen er sechs Wochen lang im Koma lag, ein schwerer Schicksalsschlag. Nach einer langwierigen Reha konnte er sich glücklicherweise 2023 wieder an den Studioaufnahmen zum Primal Fear-Album 'Code Red' beteiligen, allerdings noch nicht touren. Mittlerweile geht´s ihm wieder relativ gut.

2026 markiert nun schließlich das Ende von Sinners Solo-Band, und das mit einem famosen Album, das ich in dieser Güteklasse keinesfalls erwaretet hätte!
Die elf Songs strotzen gradezu vor superben Melodien, dem exakt richtigen Härtegrad, Frische und einer immensen Spielfreude. Die stilistische Bandbreite pendelt gekonnt zwischen klassischem Hardrock, melodischem Metal sowie Stadion-Hymnen und bezüglich der engagierten Gastsänger gleicht das Album einem internationalem Gipfeltreffen: Ronnie Romero (RAINBOW), Michael Sadler (SAGA), Björn "Speed" Strid (SOILWORK, THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA), Erik Mårtensson (ECLIPSE), Renan Zonta (ELECTRIC MOB), Michael Bormann (Ex-JADED HEART) und Sascha Krebs (QUEEN KINGS) verleihen den Songs jeweils ihre eigene Handschrift und machen das Album zu einem beeindruckenden Treffen internationaler Hardrock- und Metal-Größen. Jeder Song ist ein knackiger Ohrwurm für sich, doch die folgenden Stücke ragen noch mal heraus: Der flotte Einstieg mit "Dreams Come True", "Wait", "Born To Run" und das mitreißende ja schier geniale "Hellbreaker".
Sinner versammelte auch in instrumentaler Hinsicht eine beeindruckende Gang langjähriger Weggefährten und hochkarätigen Gästen um sich: Moritz Müller (Drums) bildet zusammen mit Sinner (Bass) das kraftvoll-tighte Rhythmus-Fundament der Platte, ergänzt von Alex Scholpp (Gitarre), Jim Müller (Gitarre; KISSIN' DYNAMITE) und Lisa Müller (Keyboard) sowie dem alten SINNER-Weggefährten Mathias "Don" Dieth (Ex-U.D.O.), der bereits auf den wegweisenden frühen Alben 'Comin' Out Fighting' und 'Dangerous Charm' zum Line-Up gehörte. Mit Primal Fear-Kumpel Magnus Karlsson ist ein weiterer profilierter Gitarrist an Bord, der zugleich auch als Sänger bei "Power" in Erscheinung tritt.
Abgemischt und gemastered wurde 'Boom Band Goodbye' schließlich in gewohnt exzellenter Manier von Sound-Guru Jacob Hansen (Volbeat)

'Boom Bang Goodbye' hat in unserer Redaktion derart hohe Wellen geschlagen, wie schon lange keine Platte mehr und ist schon jetzt eine der stärksten Veröffentlichungen des laufenden Jahres! Dieses Platte ist also ein famoses Vermächtnis und zugleiche ein großes Feuerwerk voller Hymnen. Wie formuliert es Mat Sinner so treffend in der Presse-Info des Lables: "The Last One Turn Off The Lights."

(Pit Schneider, Juli 2026)

Tracklist: 01. Dreams Come True (feat. Renan Zonta) 02. Wait (feat. Michael Bormann) 03. Leave It All Behind (feat. Ronnie Romero) 04. All Night Long (feat. Ronnie Romero) 05. Are You Ready (feat. Björn “Speed” Strid) 06. Born To Run (feat. Erik Martensson) 07. Hellbreaker (feat. Ronnie Romero) 08. Turn The Page (feat. Michael Sadler) 09. Road To Remember (feat. Michael Bormann) 10. Under The Moonlight (feat. Sascha Krebs) 11. Power (feat. Magnus Karlsson)