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Interpret,
Titel: HANSEN - Born With A Hammer
Medium: Download Stil: Heavy Rock/Hard Rock/Heavy Metal Erschienen: 18.09.2026 Label: earMUSIC (Vertrieb: Edel) Link: kaihansenofficial/?locale=de_DE Bewertung: 7 von 10 |
Kaum zu glauben das KAI HANSEN die Zeit dazu gefunden hat ein neues Solo-Album zu komponieren und aufzunehmen...
Ist er doch seit der allseits abgefeierten Helloween-Re-Union im Jahr 2016 und den damit verbunden regelmäßigen weltweiten Tourneen und den beiden seitdem erschienenen Alben vielbeschäftigt.
Seine famose Band Gamma Ray liegt zudem nach wie vor leider auf Eis.
Anyway, hier ist es also, das neue Solo-Werk des neben Udo Dirkschneider wohl beliebtesten deutschen Musikers aus der Metal-Szene.
Und was würde es für einen Sinn machen eine Soloplatte rauszubringen, wenn diese genauso wie die Longplayer seine beiden genannten Bands klingen würde?
Eben, gar keinen!
Das Groß der Musiker möchte sich halt auch außerhalb eines Bandgefüges ausleben und Songs die nicht auf die Alben dieser passen aufnehmen.
Ob das nun den Fans gefällt steht natürlich auf einem anderen Blatt, ist aber auch in diesm Fall wohl eher nebensächlich.
So kennt Hansen auf 'Born With A Hammer' stilistisch keine Grenzen und lebt sich vollends aus, beziehungsweise er und die Kollegen
Eike Freese (Gitarre; Produzent), Alexander Dietz (Heaven Shall Burn; Gitarre) und Carcass-Trommler Dan Wildig
pendeln durchweg zwischen kraftvollem Heavy Metal, Punk-Attitüde sowie Hard-Rock-Drive.
Klingt der Einstieg mit "Feeding The Beast" noch wie typisches - etwas fluffigeres - Gamma Ray-Futter, so strahlt dann schon
"Welcome To Life" eine Fröhlichkeit aus, die irgenwie an alte Freedom Call erinnert.
"Don´t Care" hingegen macht seinem Titel aller Ehre, das heißt das Lied klotzt schon zu Beginn mit dubios-poppigen Klängen und stakkatoartigem Gesang, mündet jedoch in einem starken
eingängigen Hookline, für die Hansen bekanntermaßen nach wie vor ein goldenes Händchen hat.
Der 8-minütige Titeltrack hat der Meister schließlich seinem Sohn Tim gewidmet, den er aufgrund seiner Scheidung eigener Aussage zufolge lange Zeit vernachlässigte, doch mittlerweile sind
beide menschlich wie musikalisch eng zusammengerückt. Tim Hansen ist übrigens seit 2017 Gitarrist in der deutschen Metalband Induction.
Zweifellos geht dieses Epos auch als Hansens perönliches "Bohemian Rhapsody" (Queendurch, was der Hamburger in diversen Intervview auch unumwunden bestätigt.
Man führe sich nur mal den Brian-May-Gedächtnis-Gitarrensound, die zahlreichen Tempiwechsel und den allgegenwärtige Pomp zu Gemüte inklusive Backing-Vocals zu Gemüte.
Zweifellos das Highlight auf diese Werk.
"End Of The Road" ist ein richtiger Hit, erinnert mit seinen allgegenwärtigen Keyboards und der catchy Hookline frappierend an Beast In Black aus Finnland.
So, den Rest hört ihr euch gefälligst selbst an (3 Songs/Videoclips haben wir in der Tracklist unten verlinkt) und entscheidet dann ob dieser Crossover-Longplayer was für euch ist.
Spaß macht die Scheibe auf alle Fälle.
Hansen lebt sich hier also richtig aus und schert sich einen Dreckt um die allgemeine Erwartungshaltung.
Die zehn Songs sind nur sehr bedingt etwas für Helloween-Fans und schon gar nix für Gamma Ray-Maniacs.
Hard´n Heavy-Anhänger die Open-Minded sind, werden aber sicherlich ihre Freude an 'Born With A Hammer' haben.
(Yvonne Bernhard, Oktober 2026)
Tracklist:
1. Feeding The Beast
2. Welcome To Life
3. Don’t Care
4. Wait And See
5. Born With A Hammer
6. I.D.G.A.F.
7. End Of The Road
8. Triple Trouble
9. Invaders
10. Wonderland