SUBWAY TO SALLY & COPELLIUS

02.11.2007
Kaiserslautern, Kammgarn/Kasino

Bandlinks:
www.subwaytosally.com/
www.coppelius-band.de/

Gut elfhundert treue Subway Jünger machten sich am Freitagabend auf in die "Kammgarn" nach Kaiserslautern um das Wochenende zusammen mit Subway To Sally und Coppelius gebührend einzuleiten.
Schon beim Eintreffen des rasenden Reporters kurz vor Konzertbeginn platzt die Halle aus allen Nähten, das Event ist restlos ausverkauft! Gute Vorraussetzungen also für die sympathischen Coppelius, die den Abend eröffnen dürfen.
Unbekannte sind diese unter den Subway-Anhängern nicht mehr denn auch auf der Nord Nord Ost Tour 2005 standen sie vor dem Hauptact auf der Bühne. Und genau wie damals liefern die vollends durchgeknallten Kammer-Corler eine erstklassige Show ab! Dabei werden vor allem Songs des im September erschienenen Debuts 'Time-Zeit' dargeboten. Schon bei den ersten Stücken geht das Publikum voll mit und spätestens beim "Murders in the Rue Morgue" Cover, das man nach eigener Aussage vor allem spielt um eine junge Nachwuchsband aus England namens Iron Maiden (oder so ähnlich) zu supporten schütteln nicht nur die ersten Reihen heftigst das Haupthaar. Coppelius hilft!
Diese Band muß man unbedingt mal gesehen haben. Nach dem Coppelius die Bühne verlassen haben ist nicht nur die Stimmung am Siedepunkt, auch die Raumtemperatur des Kasinos steigt auf gefühlte 100 Grad und schon bevor Eric Fish und Co nach kurzer Umbaupause die Bühne entern wird die erste Bewusstlose an uns vorbeigetragen.
Dann geht’s los: Unter lautem Jubel eröffnen Subway To Sally mit "Canticum Satanae" und dem "Hohelied" ihren Set, der sich bei einer Band die aus einem solch umfangreichen und vor allem hochwertigen Backkatalog schöpfen kann schon mal als Gratwanderung darstellen kann. Diese meistern die Potsdamer allerdings problemlos, ältere Stücke wie "Ohne Liebe" oder "Henkersbraut" die für ein Subway Konzert unerlässlich sind zünden genauso wie die neusten Werke vom gerade erschienenen 'Bastard', die natürlich den Schwerpunkt der Show ausmachen. Das Album ist übrigens auf Platz 7 (wo auch sonst?) in die deutschen Charts eingestiegen was Band und Fans mit dem gleichnamigen Song gemeinsam feiern.
Es ist schon ein Phänomen: Egal wie oft man Subway live sieht, es wird niemals langweilig, auch dieses Mal jagt ein Highlight das nächste, so wird auf der Bühne Feuer gespuckt und bei "Feuerland" scheint die komplette Bühne in Flammen zu stehen. Ganz großes Kino! Inzwischen ist es den Veranstaltern auch gelungen die Raumtemperatur auf ein erträgliches Maß zu senken und mit einigen kühlen Bierchen kann man es nun wunderbar aushalten.
Gänsehaut-Feeling kommt auf als die Halle "Kleid aus Rosen" anstimmt, das heute wieder in der härteren Version vorgetragen wird, gut so! Auch ansonsten entpuppen sich die Jünger wieder als sehr textsicher und singen Song um Song Zeile für Zeile mit. Mit "Tanz auf dem Vulkan" trägt sich nun ein weiteres Stück in die Liste der obligatorischen Live-Hymnen ein.
Nach fast zwei Stunden verabschieden sich Subway zum ersten mal und werden mit dem unvermeidlichen "Julia und die Räuber" auf die Bühne zurückgerufen. Wo Sänger Eric Fish erstmal feststellt das er nicht einen einzigen Zugabe-Ruf gehört hat. Als dann die ersten Takte vom "Veilstanz" erklingen rasten endgültig alle komplett aus, danach kommt endlich "Julia und die Räuber" das auch an diesem Abend den Höhepunkt einer großartigen Show markiert. Nach über zwei Stunden Spielzeit verlassen alle Anwesenden ebenso müde wie glücklich den Saal, fallen über Bier- und Merchandise Stände her (Gruß an dieser Stelle an die freundliche Kunigunde vom Coppelius-Stand) und fahren anschließend zufrieden nach Hause. Viel besser kann ein Wochenende einfach nicht anfangen!

Bericht: & Photos: Alex Wetzke