METALIUM & SHEELA
07.06.2002
Quasimoto Music Hall in Pirmasens
Links: www.metalium.de / www.sheela.de 

< SHEELA
Als Vorgruppe traten die Melodic Hard Rocker SHEELA in Erscheinung, die u.a. schon auf drei Amerika-Tourneen und einen Support-Gig für die Scorpions zurückblicken können, und deutlich in Mainstream-Gefilden (stilmäßig vergleichbar mit den DAMN YANKEES) wildern. Dementsprechend routiniert und eingespielt präsentierten sich die Fünf dann auch. Vor allem ein Instrumentalstück welches sogar in psychedelische Gefilde führte, und mich wegen des sehr guten Gitarrenspiels von Christian Moser ein ums andere mal an den PINK FLOYD Klassiker "Wish You Were Here" erinnerte, war der absolute Höhepunkt in der kurz bemessenen Auftrittszeit. Leider kündigte die Band die Songs nicht an, so dass ich jetzt auch nicht mit Titeln dieser dienen kann. Also ein guter Gig einer tighten Band die einen für Vorgruppen geradezu "unverschämt" guten Sound hatte, und mehr als nur Höflichkeitsapplaus ernten konnte.

< METALIUM Ausnahmesänger Henning Basse
Bevor METALIUM die Bühne enterten wurden erst einmal die abgedeckten Mikro-Ständer enthüllt, die dann auch sofort ihr diabolisches, Fantasy-mäßiges Outfit preisgaben, und mit rot glühenden Augen der darauf dargestellten Kreatur in den Saal des "Quasimoto" auf die knapp 100 Anwesenden blickten. Die Mannen um Bandleader Lars Ratz begannen mit dem Intro "Source Of Souls" von der aktuellen Scheibe ´Hero Nation´ , bevor es dann mit "The Spell" und "Dreams Of Doom" so richtig in die vollen ging. Der Sound war glasklar und die Jungs hatten sichtlich ihren Spaß, vor allem Lars der die Mähne kreisen lies wie SLAYER´s Tom Araya zu besten Zeiten. Spätestens bei den folgenden "Rasputin" und "Odin´s Spell" - allesamt vom aktuellen Album - wurde einmal mehr klar das Sänger Henning Basse zum stimmgewaltigsten gehört was die europäische Metal-Szene zu bieten hat! Dieser Mann hat ein Volumen und ein Power mit welcher er sich auch vor Größen wie Bruce Dickinson oder Eric Adams nicht verstecken muss!

Die weiteren Songs wie u.a. "Revelation" & "Hero Nation" wurden voller Spielfreude und Energie vorgetragen, und boten auch dem unverkennbar von Zakk Wylde beeinflussten Gitarristen Matthias Lange genügend Freiraum um sein ambitioniertes Spiel zu präsentieren. Ein weiterer Höhepunkt des Gigs waren die Feuerspeier-Darbietungen von Lars und Matthias, welche für einen gelungenen Überraschungseffekt sorgten und nicht nur den Mädels warm um´s Herz werden lies...
< METALIUM: Lars Ratz bangs his Head that doesn´t bang!
Der Zugabeteil - zu dem METALIUM von den begeisterten Anwesenden auf die Bühne zurückgeschrieen wurden - bestand dann aus einer ultrafetten Version von "Smoke On The Water", "State Of Triumph" sowie dem tollen "Forever Free" vom ersten Album. Leider war dann Schluss und jeder Anwesende hatte seine metallische Vollbedienung erhalten. In dieser Form ist den Burschen noch einiges - natürlich auch auf internationalem Parkett - zuzutrauen, zumal demnächst ein Auftritt beim "Gods Of Metal"-Open Air in Mailand ansteht! Auch nach der Show entpuppten sich METALIUM als symphatische Zeitgenossen, allen voran Lars Ratz der auch noch einige Anecktoden aus alten Musiker-Zeiten zum besten gab, so dass SILENT FORCE-Drummer André Hilgers (auf Wochenendvisite in Pirmasens), Photograph Norbert und meine Wenigkeit ein ums andere mal verdutzt dreinschauten und oftmals (hehe...) mit dem Haudegen auf den gelungenen Gig anprosteten. So bleibt zu hoffen dass dies nicht der letzte Abstecher von METALIUM nach Pirmasens bleibt. Auf ein neues bei der nächsten Tour!

< METALIUM on Fire!

(Pit Schneider, Juni 2002)