MAD ZEPPELIN (A Tribute To Led Zeppelin)
@ BURG LEMBERG OPEN AIR

07.09.2019
Lemberg (bei Pirmasens), Burgruine

Bandlink:
www.mad-zeppelin.de/

Festivallink:
www.openair-lemberg.de/

Zeitreise mit MAD ZEPPELIN auf der Burg Lemberg!

Liebhaber der 1970er-Jahre-Rockmusik kamen am Samstagabend beim vierten und letzten Tag des diesjährigen Burg Lemberg Open Air voll auf ihre Kosten. Die Led Zeppelin Tribute Band MAD ZEPPELIN aus Wiesbaden machte nach 2016 abermals ihre Aufwartung und präsentierte den 300 Besuchern vor dem Debüt-Konzert von Metakilla auf der Burgruine eine Zeitreise in die goldene Dekade des Genres Classic-Rock.

Sicherlich wären wesentlich mehr Leute zum populären Event nach Lemberg gekommen, hätte es nicht den ganzen Tag geregnet.
Auch für den späten Abend waren Schauer gemeldet, aber während des Konzerts von MAD ZEPPELIN hatte der Wetter-Gott ein einsehen und die Musiker konnten gegen 21 Uhr trockenen Fußes die Bühnenbretter erklimmen.
Mit "Immigrant Song" legte das Quintett um Frontmann Michael Dorp einen Einstand nach Maß hin. Apropos Dorp: Der charismatische Sänger hat die Phrasierung sowie die typische Live-Performance des legendären Robert Plant absolut verinnerlicht und führte mit brillantem Gesang, gestenreich und sehr bewegungsfreudig durch ein - man darf es vorwegnehmen - superbes Konzert.
Das kantige "Good Times Bad Times" und der rhythmisch vertrackte Klassiker "Ramble On" bereitete das nun immer näher an die Bühne rückende Publikum auf ein weiteres Glanzlicht vor. Das heißt beim besinnlich beginnenden "Since I´ve Been Loving You" wurde es wesentlich dramatischer und sehr emotional auf der Bühne. Absolut faszinierend wie authentisch Dorp dieses komplexe und höchst anspruchsvolle fast achtminütige Epos interpretierte. Auch die typischen hohen Schreie a la Plant waren für den Vokalisten kein Problem und der top eingespielten Band war nach dieser Meisterleitung großer Applaus sicher. Beim folgenden „Black Dog“ sangen die Zuschauer das wohlbekannte "Ah, ah - ah, ah …" lauthals mit, bevor "Moby Dick" Schlagzeuger Rafael Winter mit seinem ungemein wuchtigen Spiel der Marke John Bonham in den Mittelpunkt des Geschehens rückte.

Danach ging es rein akustisch zur Sache.
Auf Barhockern sitzend inklusive atmosphärischer Lightshow wurde zusammen mit der Gastsängerin Mareike Kurzmann "The Battle Of Evermore" zelebriert. Dieser Folk-Song vom vierten Led Zeppelin-Album sang Robert Plant damals im Original zusammen mit Sandy Denny. Auch die Version der Tribute Band war aller Ehren wert und wurde ebenfalls lediglich mit Akustik-Gitarre und Mandoline, welche Keyboarder Thomas Blum spielte, begleitet. Völlig zu Recht brandete nach diesem Lied großer Beifall auf.
Das unsterbliche "Stairway To Heaven" war neben dem fantastischen "Kashmir" aber sicherlich das große Highlight des Auftritts und alle Musiker, auch die Rhythmusfraktion mit Drummer Winter und Bassist Christian Ludwig setzten Akzente. Doch auch "Dazed And Confused" muss erwähnt werden. Hier spielte der gute und sehr songdienlich agierende Gitarrist Ralph Glodek sein Instrument wie einst Jimmy Page mit einem Geigenbogen. Natürlich durfte auch das stürmisch bejubelte "Whole Lotta Love" keineswegs im Klassiker-Reigen fehlen und die Zugaben "Rock´n Roll" sowie "Thank You" beendeten schließlich ein famoses neunzigminütiges Konzert einer Ausnahmeband.

Im Vergleich zum Gig vor drei Jahren ist „Mad Zeppelin“ doch glatt noch eine Stufe auf der Qualitätsleiter hochgestiegen. Somit wird diese Live-Show den Rockmusikfreunden wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.

Bericht & Photos: Pit Schneider