DORO, RAWHEAD REXX
11.04.2003
"Garage" in Saarbrücken (Link: www.garage-sb.de)
www.doro.de
www.rawheadrexx.de

Zwar bekamen wir aufgrund unserer Verspätung leider nur noch die drei letzten Songs von RAWHEAD REXX mit, jedoch konnten die Mannen um Sänger und Gitarrist Jürgen Volk durchaus mit ihrem bodenständigen an die legendären VICIOUS RUMORS angelehnten Sound gefallen. Doch zu R.R. am Schluss dieses Berichts noch einige Worte.

Heiss erwartet wurden Doro Pesch und ihr Band, die nach Jahren mal wieder die saarländische Hauptstadt in ihren Tourplan miteinbezogen. Unaufhörlich hallten "Doro, Doro"-Rufe durch die gut besuchte "Garage", bis die First Lady des Metal endlich die Bühne betrat. Den Anfang machten Songs des aktuellen Albums ´Fight´, die vulminös und sehr basslastig au der P.A. kamen. Was sich auch im Laufe des Konzerts nicht ändern sollte. Hier muss jemand an die Regler des Mischpults der einen transparenten Sound hinbekommt, sowie die starke Stimme von Doro so in den Vordergrund stellt, das man die Texte verstehen kann und nicht erahnen muss.

An der Leistung der Band indessen gab´s nur wenig auszusetzen. Das Quintett strotzte nur so vor Spielfreude, Bassist Nick Douglas war permanent in Bewegung, sprich sorgte für jede Menge Action auf der Bühne, und Doro suchte ständig den Kontakt zu ihren zahlreich erschienenen Fans.

Absolute Highlights waren das immer wieder gern gehörte und für Gänsehaut-Feeling sorgende "Für Immer", bei dem fast die gesamte Halle mitsang und Doro´s grosse Stimme endlich einmal voll zur Geltung kam, sowie der alte WARLOCK-Gassenhauer "All We Are" - eine Hymne vor dem Herrn!
Auch die Songs vom aktuellen Album wurden begierig aufgesaugt, und die weiteren Stücke äteren Semesters wie beispielsweise "East Meets West" - vor allem von den Die-Hard Fans in den ersten Reihen - abgefeiert. Jedoch frage ich mich was ein Schlagzeug Solo bei einer Song-orientierten Band wie DORO zu suchen hat. Acts denen dies gut zu Gesicht stand, und die auch Ausnahmkönner wie John Bonham (LED ZEPPELIN) oder Tommy Aldridge (WHITESNAKE, OZZY) hinter der Schiessbude sitzen hatten, gehören eindeutig der Vergangenheit an. Selbst Superstars wie IRON MAIDEN verzichten auf derartigen Schnick-Schnack und bringen dafür lieber zwei Songs mehr in ihrem Programm unter. Dennoch verstanden es DORO an diesem Abend (vom schlechten Sound jetzt mal abgesehen) einen gelungenen Querschnitt der alten Klassiker sowie den Songs jüngeren Datums in der "Garage" abzuladen, und liessen ein zufriedenes Publikum zurück.
Der einzige Wehmutstropfen an diesem Abend, war die absolut unprofessionelle bzw. hilflose Reaktion von RAWHEAD REXX Gitarrist Rudy Fleck auf meine Frage nach der aktuellen Promo-CD ´Diary In Black´, zwecks Plattenkritik in unserem Magazin.
Jungs, es gibt genügend andere (vor allem einheimische) Metal-Acts, die froh über jegliche Unterstützung sind und ein absolut Fan- und Medienfreundliches Verhalten an den Tag legen! Prost!

(Pit Schneider & Simi Conrad, April 2003)